Dienstag, 13. Dezember 2022

 Ich habe Angst. Ich habe Angst dass mein Leben an mir vorbeizieht. Dass ich es vorbeiziehen lasse, unpresent. Es nicht lebe. Möglichkeiten, die sich mir bieten, nicht annehme, nicht angehe. Nicht atme und liebe. 

Montag, 12. Dezember 2022

 Ich hasse mein Leben. Ich hasse mein Leben abgrundtief. Und gleichzeitig ist dieser Hass wie ein Treibstoff der mich antreibt. Und gleichzeitig liebe ich das Leben sehr. 

Es ist eben wie es ist. Ich habe keinen Platz mehr. Kein Zuhause. Ja, ich bin sehr dankbar, dass ich Orte habe, warm und trocken, und alles was ich brauche. Ich bin nicht obdachlos. Aber ein zuhause habe ich trotzdem nicht. Meine Seele weiss nicht mehr wo sie zuhause ist. 

Sie möchte ein neues Zuhause finden. In der Nähe von meiner Schwester. Wo ich mich wohlfühlen kann, so wie hier in meinem Nest in Berlin. Das ist meins. Hier habe ich meine Ruhe. 

Aber es ist eben so wie es ist, ich muss nochmal von vorn anfangen. Mich neu erfinden. Ein Zuhause finden, Frieden finden so gut es geht mit dem Desaster. Mit dem Schmerz. Mit dem Vermissen. Es ist eben so dass ich sie vermisse, dass ich täglich an sie denke, dass ich sie sehe so wie sie war. Beweglich, ihr Lächeln, ihr gestresst sein, ihr Lachen, ihr kleines ängstliches, zärtliches, flatterndes Herz. 

Ich kann sie nicht alleine lassen. Ich kann nicht irgendwo mein Leben leben, und es mir gut gehen lassen. Sie ist meine Schwester. Das bedeutet etwas. Sie war schon immer die Nummer 1 in meinem Leben. Die unausgesprochene Königin meines Herzens. Wie schnulzig. Ich hab zuviele schlecht sinkronisierte Filme gesehn. 

Aber so ist es. Auch wenn ich Frankfurt langweilig finde. Und nicht dort wohnen will, und keinen Ort habe an dem ich mich wohl fühle wie hier. .. So ist es. Und es geht nicht um mich. Es geht darum für sie da zu sein. Und dafür muss ich mir ein schönes Leben in Frankfurt aufbauen. Am besten wäre eine 1 Zimmer Wohnung. Aber das ist unbezahlbar in Frankfurt. Naja. Irgendwas wird schon klappen. .. 

Und solange ich kein schönes Zuhause habe, muss ich mir innerlich mein schönes Zuhause sein. 

Sonntag, 11. Dezember 2022

 Als würden sich grosse Steinplatten in mir verschieben. Jedesmal wenn ich mich entschliesse zu gehen. Mich verabschiede von einem Alltag in meiner Stadt. Der Stadt die mich wahnsinnig müde macht, an manchen Orten. An manchen wahnsinnig lebendig. An manchen nur wahnsinnig.. ;) 

Mein Berlin. Es wird immer meins bleiben, ich teile es gern, mit 3 Millionen anderen, die es hassen und lieben, die hier in Ruhe leben, im Überfluss, am Fluss unter einer Brücke im eiskalten Winter. 

Mit Leuten die wieder gehn, und wiederkommen. So wie ich, ich werde immer wiederkommen, sie ist mein Zuhause. Hier hab ich mich zum ersten mal in meinem Leben irgendwo Zuhause gefühlt, und trotz dem Nerv, dem Kommerz, den Hipsters, der Gewalt .. ist und bleibt es der einzige Ort den ich kenne, den ich Zuhause nenne. Auch weil ich mir hier ein kleines Eckchen einrichten konnte. Mein eigenes. Wo mich niemand raushaben kann, wo ich die Tür zu mache um meine Ruhe zu haben oder die Tür auf mache um Leute zu empfangen. 

Es ist unglaublich einsam das Leben. 

Aber nicht erst seit Corona ist die Einsamkeit ein entscheidender Faktor in meinem Sein. 

Gehirnstrukturen, die sich zuhause fühlen an einsamen Orten mit Ruhe. 

Oder eben in Berlin. :) 

Dienstag, 22. November 2022

 Heute hab ich mich wieder getroffen mit meinen alten Freund_innen, Musik und Tanz. Es macht mir Angst hier wieder weg zu gehen, mein Versteck, aber..

Es hat gut getan zu tanzen, und ein bisschen nach innen zu gehen. Ich bin viel zu viel im Aussen. In meiner Angst. In .. 

Es kostet so viel Arbeit und Anstrengung das zu bekommen, zu erreichen im Leben was ich will. 

Mit Queers, die die selben Interessen haben wie ich, oder ähnlich, zusammenleben, auf dem Land? 

Aber ich bin nicht sehr ausdauernd, ich gebe sofort auf, wenn etwas schwierig wird. Ich will das alles leicht ist. Ist es aber nicht. Irgendwie leben, ja irgendwie leben, reicht. Und reicht eben nicht. 

Es soll mir gefallen, mich erfüllen mit Freude, mit Sinn. Mit Spass und .. 

"I want to live a full life, and that requires of me to be vulnerable and to make mistakes.."

Yeah. Das spricht zu mir. Noch immer will ich mich ausruhen. Pause. Aber ich kann nicht Pause machen für immer. Ich kann nicht. Ich kann nicht hier. Ich kann nicht dort. Ich muss etwas neues ausprobieren. Aber ich will keine horrende Miete bezahlen. 

Montag, 21. November 2022

 So ein Gefühl, wie verschwinden.. in den Weiten der Bilder an meiner Wand, Verschwinden und mich verstecken in den abgelegensten Ecken dieser Welt. Zum Beispiel eine Einzimmer Wohnung in Berlin. Wo kein Mensch dich vermisst, jeder vergisst dass du existierst. Zumindest für einen Moment, oder für viele, oder für immer. Für immer? 

Wow, es ist so kalt draussen, und so plötzlich so kalt geworden. Rausgehen ist sowieso keine Option mehr, ausser du musst wirklich zur Arbeit, zum Arzt, zum Amt, zum einkaufen, zum atmen im Park. Um einen geliebten Menschen zu sehn. Ich muss darauf achten was ich essen kann und was nicht. Ich muss mich um meine Schmerzen kümmern, um die seelischen und die körperlichen. aber ich will nichts tun. nichts. nichts? nichts. 

Mich verstecken, schmerzfrei sein, Ruhe um mich herum, und Wärme, verrückt, wie es möglich ist, in dieser Wohnung zu vergessen dass es da draussen eine Welt gibt. Das liebe ich an dieser Wohnung. Liebe und gleichzeitig zuviel Ruhe. Einsamkeit, ein Rückzug mortale. 


Samstag, 12. November 2022

 Its kinda hard to admit it, but my life is completly broken, its ok. There s a lot of us people walking around living our broken lives.. pretending, smiling, sometimes we re really ok for a moment. 

Walking barefeet on broken glass, broken windows, broken dreams, broken pieces of broken hearts.. 

Its never easy, and it will take a lot to fix it. If its fixable.. 

It will take all the things that I do not believe in anymore, and yet still hope that they do exist. That they are for real, and they will come back into my life, or they will come, they will come back into my range of percieving my surrounding. 

Donnerstag, 10. November 2022

 Meine Familie ist ein absoluter Albtraum, was das Zuhören angeht. 

zuhören. 

Ja. ZUHÖREN. 

Am ehesten haben wohl meine Schwester und Ich diese skills gehabt. 

Aber natürlich sind auch wir mit diesem schwachsinnigen Verhalten aufgewachsen und damit auch damit verwachsen, in uns gewachsen.. nicht wirklich zuzuhören, um das zu hören und zu verstehen was jem sagt. Sondern nur eine Pause zu lassen um dann wieder unseren Senf abgeben zu können. Ebenso bei Diskussionen nicht zu hören was jem sagt und denkt und fühlt, sondern nur einen bestimmten Verlauf des Gesprächs zu erhoffen, versuchen zu forcieren und frustriert zu sein, wenn dieser nicht eintritt. Sich unverstanden zu fühlen, ungesehn und ungehört, weil mensch selbst aber eigentlich garnicht gesehn, gehört, verstanden hat.. zugehört !!! hat..

What a mess.. 

Mittwoch, 12. Oktober 2022

 zu Hause-Gefühl: Trauer 

am einfachsten abrufbar-Gefühl: Wut, Ärger 

Am liebsten -Gefühl: Freude  

Wie schmeckt der Moment? ;)

 I m so torn between me and you. Between being who I am, living my weird lost life alone, avoiding pain as much as possible, and being with you, in pain all the time about your misery, about having lost you, as my "healthy, able" sister. 

I want to stick these sissors into my heart, just to feel something, or just to end this stupid life, to end this misery, my misery, I cant help you with yours, I cant take away your misery, I cant take away your pain. 

Or maybe I can. I hope for little moments, even just minutes.. seconds. 

Miss you so much. 

Dont wanna live without you. I dont care about anyone as much as I always did for you, and I still do. And I hate you for it. I hate me for it. I hate life and everything and everyone for it. I hate pain. I dont want it. I hate it and I hate that I hate it. 

I hate me and my stupid, useless feelings, ..

I m calm though, cause I dont feel much anymore, I learned that I can live and cope on my own. I dont need people, and I dont trust people. I dont even care about them anymore. 

I dont even care about anything anymore, but if I go on like this.. I guess nothing good will come out of it. -

Rather me going into a mental hospital.. cause I m blocking my growth with flying colours..

People. So exhausting. Unreliable, stupid, selfish, moody.. annoying creatures. 

Sad that I m human, and .. have to deal with being all that, and having all that around me.

 Somebody said, say nothing, be nothing, be silent, but you werent, you were loud like a bird at sunrise. And your voice and your song was beautiful, it even made the sun blush and stop for a moment from rising, just to get a better look at you. 

You are beautiful, like the stars in the sky and the blue hour at dawn.. You are beautiful like a smile from a stranger. 

You are. 

And I am too.

Montag, 13. Juni 2022

 Morning has broken.. 

Hi. I m alive, and kicking it. I feel happy sometimes, and I m happy about that. Stress however isnt helful, and not very welcome. Have a few healthissue things to clear, skin, and belly.. and then I wish to have a trip to France and a job, who knows where, in Sebtember. I m tired, I want a summer vacation. 

I deserve a summer vacation. I feel I already have one. Vacation from the misery of my sister. Everything changed. And everything keeps changing. That s what is tiring. And I dont know where I belong. Before it was more of a game, a feeling, a lifestyle.. not to know. Now its rocksolid, a problem. Exhausting and draining. And ..no love, no cuddles, no sweet kisses.+ no sweet passionate, intense and wholesome connection, sex * .. 

Hm, no I m not needy anymore, and very thankful for that. But I m sad, that this is missing from my life. And I do not want to settle for less.. than passionate, butterflies, excitement, interest and intense connection. :) Yes.

Freitag, 13. Mai 2022

 Auch wenn es niemand hören will, und hier liest ja ohnehin niemand ausser mir. 

Es ist nunmal so wie es ist, und ich bin wie ich bin. Wer nicht damit kann, kann ja gehen. Gehen. 

Weggehen. 

Viele sind gegangen. Und ich fühle mich manchmal schuldig und schlecht und unfähig.. 

Aber manchmal denke ich auch, wir leben miteinander nur in der Erwartung dass der_die andere Person uns etwas bringt, uns etwas bietet, es sich toll anfühlt zusammen zu sein, wir wollen etwas, deshalb geben wir etwas. Wir geben nicht weil wir jemand eine Freude machen wollen. Wir geben nicht weil wir etwas geben wollen, wir geben nur um etwas zurück zu bekommen. 

Meine Müdigkeit ist unglaublich gross, und doch bin ich ganz wach. Mein Bauch tut weh, und doch bin ich gesund. Mein Herz ist gebrochen, zersplittert in tausend Stücke. Schon fast Sand, schon fast Pulver.. und doch bin ich. 

Selbstlos will ich nicht sein. Selbst-los, sollte niemand sein. Für sich selbst sorgen. und dann für andere, die wir lieben, die uns brauchen, es sollte selbstverständlich sein, dass wir uns umeinander kümmern. Geben und Nehmen, Teilen. Ausgleichen was in ein Ungleichgewicht geraten ist. Eine ist traurig, eine ist froh. Eine ist satt, eine ist hungrig. Ausgleichen. 

Ich möchte schlafen bis ich erfrischt aufwache. Es soll regnen, es soll der Wind in den Bäumen rauschen, es soll Sommer sein und in der Nähe ist das Meer. Liebe Menschen sind in der Nähe und erreichbar, leben mit mir, teilen mit mir, streiten und lachen mit mir. Planen und setzen um. Sind da. 

Sonnenblumen.

Donnerstag, 12. Mai 2022

 Wieso kann ich es nicht sagen. Wofor will mich meine Angst schützen? Wofor will ich andere schützen? Was ich will? Ich will zurück nach Frankfurt, von hier aus sieht nun dort alles paradiesisch aus. Nein. Ich weiss, es ist langweilig und spiessbürgerlich. Aber meine Schwester ist dort, und wir brauchen einander nun. Das ist mir klar. Auf jeden Fall brauche ich sie. Ob sie mich braucht weiss ich nicht. Aber ich denke dass meine Anwesenheit und meine Art ihr manchmal gut tut.

Mittwoch, 11. Mai 2022

 Wie schaffe ich das alles allein? Eigentlich garnicht. Draussen ist Sommer. Ich liebe diese Zeit. Die Schwalben sind da. Und ich drehe fast durch, weil ich es nicht schaffe meine Chefin zu fragen ob sie mich kündigen kann. Und auch nicht schaffe mir Hilfe zu holen, aber wie auch, wen auch? Ich will nicht mehr dort arbeiten, udn ich will auch nicht mehr unglücklich sein, zumindeste nicht mit zusätzlichen Dingen. Ich habe auch Angst dass meine Schwester sich als Last empfindet für uns, für mich, für meine Glückseeligkeit.. ich glaube sie tut das manchmal. Es bricht mir das Herz. Genug mit diesem ewigen Drama. Nun ! Wem hilft denn das. Es soll helfen. Alles soll helfen. Es muss helfen. Weil ich kann nicht mehr ! Ich brauche Hilfe, Heilung, Entspannung, Annahme und alles so wie es ist so gut wie möglich gesatlten, und dafür muss ich in Frankfurt sein. Ist halt so. Fuck it .. Was soll ich hier sowieso. Ja, tolle Stadt für Queer sein und vieles Anderes.. Aber ich bin allein, es ist mir zuviel, ich habe nicht das Gefühl dass ich hier Leute finde die zu mir passen, und ich passe auch garnicht in dieses Grossstadt leben. Geht nicht Stop. So, nun ist der 11. und am 14. läuft meine Probezeit aus. Das heisst ich muss jetzt eine Kündigung kriegen. Sonst ist es zu spät. Wie kriege ich die? Fragen ob sie das macht. Erklären dass ich nicht mehr kann. Dass es mir nicht gut geht.

Dienstag, 5. April 2022

 Schreiben muss ich doch. Operation dont die today is in full swing. I m a person. I can be there for me. I have to be there for me. Thats ok, usually. Its just difficult right now, cause I dont want to be alone. I want someone to look at, talk to, and listen to ! I want someone to hold, and be held. To feel excited and happy to be with.. 

I want it so much, that being without that feels like dying. 

Feels like going crazy. I m tired of crying, of being scared to lose my mind, of feeling useless and desperate. 

I dont care. And I do care for who? me? You? Noone. I m full of hate and rage, bleeding and confused. 

Alone .. So alone. 

And its not healthy anymore. 

I need a time out. I need to take care of myself. 

How, When, .. I ve gotta figure that out. Cause what is happening to me right now is seriously scary. 

See you later * Me. :)

Samstag, 26. Februar 2022

 Ich weiss dass ich nix weiss. Heute fühle ich nur Ruhe. Oder nichts. Sehr angenehm. 

Ich weiss dass Knochen brechen können. Ich weiss dass ich R. nicht vergesse.. 

Ich weiss dass Haare wachsen, und dass ich allein bin jetzt im Moment. 

Mit Blumen Pflanzen Vögeln, die draussen vorbeifliegen. 

Mit einem Computer der rauscht, in dem ich schreibe und lese und ganze Welten und Gefühle betrachten und mitfühlen kann. 

Ich sage nix.

Freitag, 21. Januar 2022

 If youre riding a dead horse, get off. 

Yeah.. I m without words, for my life. Finally I have a lot of days silence, even no work.. thanx to Covid cases.. 

Not very good for my sanity. It is also not good for my sanity to be here. 

Berlin feels like an empty place. Full of people who dont care, who just consum and party and dont give a shit about each other, not really. So I am very wrong here. Very lonely, and I guess I cant get over not being there for my speechless, motionless sister. I cant. I feel incredible guilt. For not being there, for being a loser in general.. for being the healthy one. At least physically.. 

Help. I need help.

Montag, 10. Januar 2022

 ich hab Angst dass es Leute um mich her merken, dass ich krank bin, dass ich nichts schaffe, dass ich scheisse kaputt bin .. Angst, dass ich meinen Job verliere, eingeliefert werde irgendwo, irgendeine blöde Institution wo sie mich mit Medikamenten vollstopfen, die nicht helfen.. wahrscheinlich. Wie weiter machen? Sowas will ich nicht. Schlafen muss ich. Ausruhen, einen Ort finden, zum sein, zum leben. 

Nun bist du halt hier. Haltlos, aber ja, halt hier. Yes. Thats where you are. Was solls. Ich hör jetzt solange laute Musik bis die oben nicht mehr ficken und sie eingeschlafen sind, und ich nicht mehr ihre scheiss geräusche hören muss !!! 

Ja. Scheiss kacke. Ich will einfach nur fluchen ! Alle und alles Kacke finden ! Das ist es was ich grade will ! Und dann will ich mich besser fühlen, am anderen Ende wieder raus kommen und am Strand lang laufen.


I want to be an elephant. 

I want to be the elephant in the room. I want to write books, and become rich and famous, so I can live in a fancy house at the sea. And have my peace and quiet. 

Well, at least I am not out there in the cold right now with no home. Like so many others. So many  people who do not deserve it. Who deserves it? Someone like Putin, Erdogan, Trump.. tons of people deserve a life in the streets in the cold, no food, nothing.. everything they create for tons of people should all come back to them ! They should experience it ! I hate this world.. no, I hate humans, destroying this world. 

Me ..


Nach langer Zeit der Entspannung bin ich nun wieder traurig, ängstlich und fassungslos.. schade. Der Tot holt mich immer wieder ein.. 

Alles wund, verwundet, liegt sie da, lieg ich da.. ich kann sprechen, sie nicht. Ich kann mich bewegen, sie nicht. ich spüre ihren Schmerz, ihren Überdruss, ihr weg sein wollen, ihr sterben wollen. Und keine kann es hören, denn sie spricht nicht. 

Sie kann es nicht. Ich kann sprechen und schreiben, und doch fühle ich mich sprachlos.. angesichts dessen. 

Erdrutsche gibt es nicht mehr, aber Schwindel und Angst. Gefühle der Enge, und des Gefangen sein.. im eigenen engen Leben. Ausweglosigkeit.. Angst Angst Angst.  

Ich stelle mir mein Leben vor, dass es so weiter geht. Und nur ich runzeliger und gekrümmter werde, schwächer, .. immer weiter unglücklich und verwirrt. Allein. Sinnlos. Verkümmert um zu überleben. 

Es macht mir Angst. Ja. Und ich will fliehen davor. Aber wohin. Ich habe keinen Fluchtpunkt mehr. Der ist verschwunden. Es gibt kein Entrinnen. Nur für kurze Momente kann ich wegtauchen, in die Musik eintauchen, in gute Erinnerungen. In die Stille wenn sie mir mal geschenkt wird. 

Es gibt kein Zuhause mehr. Zuhause ist da wo ein Bett ist, wo es sauber ist und gut riecht, wo ich kochen kann, es gutes essen gibt. Wo ich bin. Da ist zuhause. Ich bin verloren in dem verloren sein. Zwischen den Welten, hab jegliches stabiles Zuhause verloren. Bin auf der Suche nach einem schönen neuen Zuhause. Aber kann auch jetzt nicht suchen. Laufe im Kreis um mich selbst herum. Um mich abzulenken von dem Verzweifelt sein. Will nicht mehr traurig sein. Will nicht mehr weinen. Mich nicht mehr verletzbar zeigen. Will nichts mehr fühlen. manchmal klappt das. Manchmal bricht es unkontrolliert aus mir heraus, das Fühlen, meist in Form von Wut, Ungeduld, Ärger.. Traurige Tränen die mich schütteln, die etwas aus mir heraus schütteln. 

draussen ist der dunkle graue Berliner Winter. Kein Mensch will hier sein.. Nur verkriechen kann ich mich vor dem grau, vor der Dunkelheit. Was mach ich hier bloss? Immer wieder. Berlin ist nichts für mich. Berlin ist nichts mehr für mich. War. Zuhause. Ist es nicht mehr. Nun ist es Qual. Langeweile, Frust, Verzweiflung, Mitleid, .. ein Haufen Sch...

Über mir in der Wohnung ein Haufen Sch.. ein Haufen junger Menschen, die nur sich selbst geil finden, und alles um sie her nicht wichtig. Nicht schlafen kann ich wegen ihnen.. Arschgeigen. 

Draussen viele obdachlose Menschen, verzweifelt.. müde, allein, kalt und grau.. 

neben den ganzen reichen Gewinnern des Kapitalismus, in ihren schicken Mäntelchen, mit ihren teuren Smartphones, und ihren wichtigen Gesprächen.. und ihren wichtigen Leben.. und ihrem dummen Gehirn...

Und ich.. ? Will nicht mehr. Sein. Keine von euch. Keine von mir. Nur Wald um mich. Und Stille. 

Wie komm ich dahin? Komm ich dahin? Muss ich meinen Nachbarn töten? Muss ich mich töten? Muss ich überhaupt leben? 

Und wer giesst dann meine Pflanzen? Und wer füttert meinen Ofen im Winter? Und wer, und wer, und wer? Wer bringt meinen Nachbarn zum schweigen, wenn nicht ich .. 

Und wer hält die Welt am sich drehen? Und wer schaut dumme Filme mit dummen Menschen, und wer hält die Schnauze? Und wer lässt mich endlich in Ruhe. Und wen vergesse ich endlich? Und wann kann ich wieder atmen? und ich sein? Und wer lässt endlich los? und ab wann höre ich die Scheiss-geräusche von meinem Scheiss-Nachbarn nicht mehr? 

Und wer stopt mein Drama, mein Selbstmitleid.. mein .. sumpfen? 

Und wieso bin ich hier? Und wieso geh ich nicht? Und wohin geh ich? Und wann? Und was will ich? 

Weiss ich doch. Weiss ich doch schon längst. Und ich bring ihn um, wenn er mich heute Nacht auch wach hält !