Freitag, 13. Mai 2022

 Auch wenn es niemand hören will, und hier liest ja ohnehin niemand ausser mir. 

Es ist nunmal so wie es ist, und ich bin wie ich bin. Wer nicht damit kann, kann ja gehen. Gehen. 

Weggehen. 

Viele sind gegangen. Und ich fühle mich manchmal schuldig und schlecht und unfähig.. 

Aber manchmal denke ich auch, wir leben miteinander nur in der Erwartung dass der_die andere Person uns etwas bringt, uns etwas bietet, es sich toll anfühlt zusammen zu sein, wir wollen etwas, deshalb geben wir etwas. Wir geben nicht weil wir jemand eine Freude machen wollen. Wir geben nicht weil wir etwas geben wollen, wir geben nur um etwas zurück zu bekommen. 

Meine Müdigkeit ist unglaublich gross, und doch bin ich ganz wach. Mein Bauch tut weh, und doch bin ich gesund. Mein Herz ist gebrochen, zersplittert in tausend Stücke. Schon fast Sand, schon fast Pulver.. und doch bin ich. 

Selbstlos will ich nicht sein. Selbst-los, sollte niemand sein. Für sich selbst sorgen. und dann für andere, die wir lieben, die uns brauchen, es sollte selbstverständlich sein, dass wir uns umeinander kümmern. Geben und Nehmen, Teilen. Ausgleichen was in ein Ungleichgewicht geraten ist. Eine ist traurig, eine ist froh. Eine ist satt, eine ist hungrig. Ausgleichen. 

Ich möchte schlafen bis ich erfrischt aufwache. Es soll regnen, es soll der Wind in den Bäumen rauschen, es soll Sommer sein und in der Nähe ist das Meer. Liebe Menschen sind in der Nähe und erreichbar, leben mit mir, teilen mit mir, streiten und lachen mit mir. Planen und setzen um. Sind da. 

Sonnenblumen.

Donnerstag, 12. Mai 2022

 Wieso kann ich es nicht sagen. Wofor will mich meine Angst schützen? Wofor will ich andere schützen? Was ich will? Ich will zurück nach Frankfurt, von hier aus sieht nun dort alles paradiesisch aus. Nein. Ich weiss, es ist langweilig und spiessbürgerlich. Aber meine Schwester ist dort, und wir brauchen einander nun. Das ist mir klar. Auf jeden Fall brauche ich sie. Ob sie mich braucht weiss ich nicht. Aber ich denke dass meine Anwesenheit und meine Art ihr manchmal gut tut.

Mittwoch, 11. Mai 2022

 Wie schaffe ich das alles allein? Eigentlich garnicht. Draussen ist Sommer. Ich liebe diese Zeit. Die Schwalben sind da. Und ich drehe fast durch, weil ich es nicht schaffe meine Chefin zu fragen ob sie mich kündigen kann. Und auch nicht schaffe mir Hilfe zu holen, aber wie auch, wen auch? Ich will nicht mehr dort arbeiten, udn ich will auch nicht mehr unglücklich sein, zumindeste nicht mit zusätzlichen Dingen. Ich habe auch Angst dass meine Schwester sich als Last empfindet für uns, für mich, für meine Glückseeligkeit.. ich glaube sie tut das manchmal. Es bricht mir das Herz. Genug mit diesem ewigen Drama. Nun ! Wem hilft denn das. Es soll helfen. Alles soll helfen. Es muss helfen. Weil ich kann nicht mehr ! Ich brauche Hilfe, Heilung, Entspannung, Annahme und alles so wie es ist so gut wie möglich gesatlten, und dafür muss ich in Frankfurt sein. Ist halt so. Fuck it .. Was soll ich hier sowieso. Ja, tolle Stadt für Queer sein und vieles Anderes.. Aber ich bin allein, es ist mir zuviel, ich habe nicht das Gefühl dass ich hier Leute finde die zu mir passen, und ich passe auch garnicht in dieses Grossstadt leben. Geht nicht Stop. So, nun ist der 11. und am 14. läuft meine Probezeit aus. Das heisst ich muss jetzt eine Kündigung kriegen. Sonst ist es zu spät. Wie kriege ich die? Fragen ob sie das macht. Erklären dass ich nicht mehr kann. Dass es mir nicht gut geht.